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Was haben FIFA, NSA und der G7-Gipfel gemein?

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Das Spiel um die Weltherrschaft

Viele, und dazu gehöre auch ich, waren jahrelang fest davon überzeugt, dass es niemandem gelingen könnte, die Kanzlerin Merkel noch unechter und unappetitlicher darzustellen. Und doch hat es jemand geschafft: Sie selbst. Erstens hier: angelamerkeleatingthings.tumblr.com und zweitens durch ihr Herumgeseufze ob des NSA-BND-Skandals.

Plötzlich merkt man: Diese Person, die da herumjammert, dass man sich eigentlich über ein No-Spy-Abkommen einig werden wollte, diese Person ist nicht die mächtigste Frau der Welt. Nein, diese Person ist eine ängstliche Frau, die befürchtet, dass ihr zum ersten Mal etwas zum Verhängnis werden könnte, dass ihre Teflonschicht löchrig geworden ist. Zu Recht, denn im Hintergrund scharrt schon der Uschi-Bot mit den Hufen, um sie zu beerben. Und statt dass sie jetzt einmal ihrem lieben Freund Obama sagt, dass Schicht im Schacht ist, springt sie fröhlich davon, um ihm das TTIP-Stöckchen zu apportieren. Der G7-Gipfel, die Monsterparty unter den Herrscherkränzchen, scheint Merkel im übrigen gut geeignet, um ein bisschen Druck zu machen, damit wir endlich Chlor-Hendln auf den Teller und Unternehmen den Rand gar nicht mehr voll kriegen. Apropos: Menschen aus Elmau vermelden, dass rund um das Gipfelschloss partiell kein Telefonnetz mehr vorhanden sei.

Eigentlich, so meint man, wäre der FIFA-Wahnsinn eine gute Gelegenheit für Merkel, um wieder einmal vom Wesentlichen und ihren wesentlichen Fehlern abzulenken. Aber sie sagt nix zum Skandal um Blatter, die Mutti. Na ja, wo sie ihm aber auch 2006 das Bundesverdienstkreuz überreicht hat - da kann sie jetzt schlecht sagen: „Sepp, ich glaube, deine FIFA ist ein korrupter, menschenverachtender Drecksverein.“ Überhaupt kann das niemand sagen, weil, wie der Blatter selbst so schön gesagt hat, viele Menschen vom Fußball „betroffen“ seien. Das heißt, da steckt Geld drin, was alles andere erst einmal uninteressant macht. Zum Beispiel, dass in Katar die Arbeiter unter lebensgefährlichen Bedingungen versuchen müssen, Sport- und Wohnstätten aufzubauen. Wobei viele Arbeiter denn auch sterben. (Sepp Blatter trat gestern am 2.6.2015 zurück!)

Die Kritik an der FIFA ist also in jedem Fall gerechtfertigt und auch schon länger zu hören. Allerdings fragt man sich: Warum will man gerade jetzt den Sepp absägen? Warum sollte gerade Ali bin al-Hussein Sepp Blatter ersetzen? Warum rufen gerade Amerika und England so laut danach, dass Sepp Blatter gehen muss? Warum steht Russland hinter Sepp Blatter und Sepp Blatter hinter dem Spielort Russland? Es scheint, als ob es um mehr ginge als die FIFA. Zuerst könnte man an ein Manöver denken, das uns von solchen Frechheiten wie den G7-Gipfel oder den NSA-BND-Skandal ablenken soll. Aber wenn man ein wenig genauer hinsieht, stellt sich die Sache noch schlimmer dar, nämlich als mögliches Szenario, in dem Amerika Russland weiter ausbooten möchte.

Zunächst zu Ali bin al-Hussein, dem Prinzen aus Jordanien. Er hat 2001 das Große Goldene Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich sowie den Royal Victorian Order erhalten. Das österreichische Ehrenabzeichen hat auch der Diktator Josep Broz Tito erhalten. Laut Politikwissenschaftler Rudolph Joseph Rummel sind unter Titos Regime 1.072 Millionen Menschen, zum Beispiel Kriegsgefangene, umgebracht worden (unter anderem beim Massaker von Bleiburg). Titos Begräbnis wohnten übrigens so illustre Gäste wie Thatcher, Honecker und Arafat bei.

Und zu Lebzeiten waren der aufgrund antisemitischer Aussagen umstrittene österreichische Kanzler Kreisky und Tito ganz dicke Freunde. Aber das nur nebenbei, um die Bande zwischen den Staatschefs zu verdeutlichen. Ali bin al-Hussein, Generalmajor von Jordanien und Leiter des Nationalen Zentrums für Sicherheit und Krisenmanagement, absolvierte seine Ausbildung in seinem Heimatland, Großbritannien, den Vereinigten Staaten und in der Militärakademie Sandhurst. Aber der Prince of FIFA wurde freilich nicht deswegen protegiert.

Sehen wir nach Jordanien. Jordanien bekommt sein Öl auf legalem und illegalem Wege aus dem Irak, der seit dem 11. September 2001 für die Amerikaner die erklärte Heimat des Bösen ist. Zudem hat das Pentagon „versehentlich“ verraten, dass in Jordanien ein Anti-IS-Trainingscamp existiert, was Jordanien zum Verbündeten macht - wobei König Abdullah II.  dem amerikanischen Präsidenten Obama schon immer nahe stand. Und es ist herausgekommen, dass der IS ein von Amerika hausgemachtes Problem ist. Diese Suppe soll Amerika überdies zusammen mit Katar gekocht haben. Und England? Nun, England bildet Berichten zufolge zusammen mit Amerika bereits seit 2012 in Jordanien syrische Terroristen aus.

Andererseits investiert die russische Firma Rosatom gerade rund zehn Milliarden Dollar  – in die Lieferung von zwei Atomreaktoren nach Jordanien (Kapazität: 2.000 Megawatt). Und das ist freilich ärgerlich für Obama, wenn er Jordanien als loyalen Freund behalten will. Der Irak findet wiederum in Russland einen Partner, der Waffen schickt, um den IS zu bekämpfen, welcher ja von den Amerikanern ... etc. Die „Junge Welt“" indes vermeldet, dass (wieder einmal) streng geheime Dokumente aus dem Pentagon aufgetaucht seien, die beweisen, dass Al-Quaida und Konsorten, aus denen der IS hervorgegangen ist, von den USA unterstützt worden seien, um Assad zu stürzen.

Die Zeitung zitierte aus dem Papier: „Es gibt die Möglichkeit der Schaffung eines sich konstituierenden oder nicht offiziell erklärten salafistischen Kalifats im Osten Syriens, und das ist genau das, was die Unterstützer der Opposition wollen, um das syrische Regime zu isolieren und die schiitische Expansion im Irak durch Iran einzudämmen.“ Derweil bittet die Ukraine Europa um Geld, weil ja Europa gesagt hat: „Jungs, wehrt und stellt euch gegen den bösen Russen. Wir helfen euch dabei.“

Die USA halten sich voll Contenance als Geldgeber zurück. Logisch, deren Geld verwaltet immerhin China - und die wollen laut Gerüchten immer noch eine gemeinsame Währung mit Russland. Derweil stationiert Russland an der Grenze zur Ukraine Waffen und Militär, und England schickt militärische Ausbilder in die Ukraine. Dieses Säbelrasseln, das seit einiger Zeit an den Grenzen veranstaltet wird, kann leicht ins Auge gehen. Falls mal einer aus Versehen in die falsche Richtung schießt. Zum Beispiel bei einer amerikanischen Militärparade wie in Estland. Dort rollten Panzer, mit Flaggen bestückt, durch die Stadt Narva, die lediglich 300 Meter von der russischen Grenze entfernt ist. Der Grund: der estnische Nationalfeiertag. Die Amis besuchten Estland aber nicht allein; es sollen unter anderem auch spanische und britische Soldaten mitmarschiert sein.

Wird der ganze Circus nur aufgeführt und Blatter durch die Manege getrieben, damit man die WM in Russland verhindert wird? Dies erscheint erst mal übertrieben. Aber für die USA wäre dies eine weitere Möglichkeit, um Russland zu brüskieren und von der Weltgemeinschaft auszuschließen.

Im Grunde wirkt das alles, als ob Kinder im Sandkasten sitzen und der Barack dem Vladi das Schäufelchen geklaut hat, weswegen der Vladi dem Barack auf den Sandkuchen pinkelt. Deswegen greint der Barack, während der Putin dreckig lacht und alle beide lassen die anderen Kinder für sie stellvertretend raufen und den ganzen Sandkasten zerstören, damit am Ende keiner Sand oder Schäufelchen hat.

Leider ist die Realität halt nicht so lustig, weil reale Menschen in diesem Machtkampf elendig umgebracht und gequält werden. Wenn man dies alles bedenkt, dann soll uns wohl eher der G7-Gipfel, die Spionageaffäre und Merkels Geseufze davon ablenken, was hinter den Dingen Übles steckt und bereits zum Himmel stinkt. Vor allem hinter der großen Fußballmaschinerie. Denn von Fußball sind wir ja alle „betroffen“. Und dann kann man erst recht über einen Dobrindt und seine Maut lachen.

Apropos lachen: Wer ein bisschen mehr über die Bundesraute, den BND und seine Doppelagenten wissen möchte, sollte sich dieses unglaubliche Interview ansehen: http://bit.ly/1cvFMIs.

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