12 Tage Roadtrip durch drei Länder Teil 8 Frankreich
Empfehlung

    20 April 2026 Autor :  
    Clermont Ferrand Cathédrale Notre-Dame-de-l’Assomption Susanna

    Auf der Suche nach dem Frühling (Teil 8)

    Tag 10: Clermont-Ferrand - Beaune

    Man sollte nicht mit einer Kunsthistorikerin nach Frankreich fahren – ich hätte dort in jedem Ort etwas Spannendes gefunden. Mit Mühe konnte ich meinen Mann überreden nach Clermont-Ferrand zu fahren. Clermont-Ferrand ist eine mittelgroße Stadt im Zentrum Frankreichs und gilt als das Herz der historischen Region Auvergne. Sie liegt spektakulär am Rand einer Kette erloschener Vulkane, der sogenannten Chaîne des Puys, die zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Leider blieb für die Natur zu wenig Zeit.

    Typisch für Clermont-Ferrand ist ihr dunkles Erscheinungsbild: Viele Gebäude wurden aus schwarzem Vulkangestein (Lava) gebaut, was der Stadt ein sehr markantes, fast dramatisches Aussehen verleiht. Das bekannteste Bauwerk ist die Kathedrale von Clermont-Ferrand, eine imposante gotische Kirche aus dunklem Lavastein, die das Stadtbild dominiert. Ich kam aus dem Stauen nicht heraus – eine großartige Kirche. Direkt daneben haben wir uns ein kleines Mittagsmenü gegönnt und wieder waren wir von der Freundlichkeit der der Anwohner begeistert. Das Stadtzentrum ist aufgeräumt, gepflegt und erzählt auch vom Reichtum der Stadt. Hier wurde einst Michelin gegründet, der bis heute eine zentrale Rolle in der Stadt spielt. Das Unternehmen hat nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell großen Einfluss.

    Trotz ihrer industriellen Bedeutung wirkt Clermont-Ferrand eher ruhig und authentisch, weniger touristisch als viele andere französische Städte. Sie eignet sich besonders für Menschen, die Natur, Wandern und eine etwas ursprüngliche Atmosphäre schätzen. Die Kombination aus Vulkanlandschaft, Geschichte und moderner Kultur macht sie zu einem ungewöhnlichen, aber sehr reizvollen Reiseziel.

    Leider hatten wir keine Zeit für die Vulkanlandschaften in der Umgebung, die zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört.

    Clermont Ferrand Cathédrale Notre-Dame-de-l’Assomption  Clermont Ferrand Cathédrale Notre-Dame-de-l’Assomption   Clermont Ferrand  

    Und schon ging es weiter nach Burgund – ins schöne Beaune. Die kleine Stadt gilt als die Weinhauptstadt Burgunds. Trotz ihrer überschaubaren Größe hat sie international einen großen Namen – vor allem wegen ihrer Rolle im berühmten Weinbaugebiet der Côte d’Or.

    Die Stadt ist von gut erhaltenen mittelalterlichen Mauern umgeben und hat eine charmante Altstadt mit engen Gassen, kleinen Plätzen und historischen Häusern. Das bekannteste Wahrzeichen ist das Hôtel-Dieu de Beaune, ein ehemaliges Hospital aus dem 15. Jahrhundert. Besonders auffällig ist das bunte Dach aus glasierten Ziegeln, das zu einem Symbol der Region geworden ist. Heute ist das Gebäude ein Museum und erzählt viel über die Geschichte von Medizin und Wohltätigkeit im Mittelalter.

    Wein spielt in Beaune eine zentrale Rolle. Die Stadt liegt mitten in einer der prestigeträchtigsten Weinregionen der Welt, bekannt für edle Pinot-Noir- und Chardonnay-Weine.

    Bei unserem abendlichen Spaziergang sahen wir noch das Rathaus und ein wunderschönes kleines Lokal von innen. Diesmal hatte ich ein Hotelzimmer für uns gebucht, was in der Vorsaison noch erschwinglich ist. Die Nacht im Federbett habe ich definitiv genossen, so dass es am nächsten Tag frisch und munter wieder losgehen konnte.

     

     

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    Susanna

    Freie Mitarbeiterin für Events und Tourisitik

    Webseite: https://fb.me/susanna.waldorf
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