Typisch für Clermont-Ferrand ist ihr dunkles Erscheinungsbild: Viele Gebäude wurden aus schwarzem Vulkangestein (Lava) gebaut, was der Stadt ein sehr markantes, fast dramatisches Aussehen verleiht. Das bekannteste Bauwerk ist die Kathedrale von Clermont-Ferrand, eine imposante gotische Kirche aus dunklem Lavastein, die das Stadtbild dominiert. Ich kam aus dem Stauen nicht heraus – eine großartige Kirche. Direkt daneben haben wir uns ein kleines Mittagsmenü gegönnt und wieder waren wir von der Freundlichkeit der der Anwohner begeistert. Das Stadtzentrum ist aufgeräumt, gepflegt und erzählt auch vom Reichtum der Stadt. Hier wurde einst Michelin gegründet, der bis heute eine zentrale Rolle in der Stadt spielt. Das Unternehmen hat nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell großen Einfluss.
Trotz ihrer industriellen Bedeutung wirkt Clermont-Ferrand eher ruhig und authentisch, weniger touristisch als viele andere französische Städte. Sie eignet sich besonders für Menschen, die Natur, Wandern und eine etwas ursprüngliche Atmosphäre schätzen. Die Kombination aus Vulkanlandschaft, Geschichte und moderner Kultur macht sie zu einem ungewöhnlichen, aber sehr reizvollen Reiseziel.
Leider hatten wir keine Zeit für die Vulkanlandschaften in der Umgebung, die zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört.

Und schon ging es weiter nach Burgund – ins schöne Beaune. Die kleine Stadt gilt als die Weinhauptstadt Burgunds. Trotz ihrer überschaubaren Größe hat sie international einen großen Namen – vor allem wegen ihrer Rolle im berühmten Weinbaugebiet der Côte d’Or.
Die Stadt ist von gut erhaltenen mittelalterlichen Mauern umgeben und hat eine charmante Altstadt mit engen Gassen, kleinen Plätzen und historischen Häusern. Das bekannteste Wahrzeichen ist das Hôtel-Dieu de Beaune, ein ehemaliges Hospital aus dem 15. Jahrhundert. Besonders auffällig ist das bunte Dach aus glasierten Ziegeln, das zu einem Symbol der Region geworden ist. Heute ist das Gebäude ein Museum und erzählt viel über die Geschichte von Medizin und Wohltätigkeit im Mittelalter.
Wein spielt in Beaune eine zentrale Rolle. Die Stadt liegt mitten in einer der prestigeträchtigsten Weinregionen der Welt, bekannt für edle Pinot-Noir- und Chardonnay-Weine.
Bei unserem abendlichen Spaziergang sahen wir noch das Rathaus und ein wunderschönes kleines Lokal von innen. Diesmal hatte ich ein Hotelzimmer für uns gebucht, was in der Vorsaison noch erschwinglich ist. Die Nacht im Federbett habe ich definitiv genossen, so dass es am nächsten Tag frisch und munter wieder losgehen konnte.