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BREXIT, na und?

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Briten wollen nicht mehr von der EU bestimmt werden

Das war ein Schlag ins EU-Kontor. Die Briten verlassen die Europäische Union und die EU-Kommissionsmitglieder wundern sich. Doch es ist kein Wunder, sondern der Souverän, das Volk (die Wähler in England machten 84 Prozent der Stimmberechtigten in Großbritannien aus), hat sich entschieden. Jahrelang torpedierte die englische Regierung seit den Tagen Margaret Thatcher das EU-Bündnis, handelte sich Vorzugskonditionen ein und oh Wunder, oh Wunder, das Volk sah das Ganze ganz anders. Der Finanzplatz London war gegen den Austritt. Natürlich. Macht er doch den wichtigsten Teil der britischen Wirtschaft, nach Entsorgung der eigenen Industrie, aus.

Doch die Wirtschaftsbosse, Finanz- Banken- und Hedgefonds Manager hatten bei diesem Referendum auch nur eine Stimme und das hat die Blair/Cameron-Regierung wohl übersehen. Politik kann nicht nur immer die Reichsten bevorzugen und das gemeine Volk vernachlässigen. Wer Wohnungen nur noch für die Reichen dieser Welt baut, eine zunehmende Verarmung in der Bevölkerung unbeachtet lässt und glaubt mit den schönsten und höchsten Baumonumenten die Welt zu beglücken und gleichzeitig die Armenküchen in der Zahl steigert, hat verloren und das zu recht.

Ebenso haben sich die Briten zu fragen, warum Nordirland und Schottland weiterhin in der Mehrzahl der Bürger in der EU verbleiben möchten. Hat man diese Regionen im Commonwealth etwa vernachlässigt? Wurde das EU-Engagement nur immer für den Finanzplatz London gesehen? Die Regierungschefin von Schottland, Nicola Sturgeon, deutete unmittelbar nach Bekanntgabe des Ergebnisses eine neue Unabhängigkeitsabstimmung an.

Die EU mit Parlament und Kommission muss sich ernsthaft fragen und überprüfen, warum es nicht gelang, die Briten zu halten und noch mehr fragen, ob aus den Tendenzen anderer Länder, sich aus der EU zu verabschieden, nicht mehr daran ist, als nur rechter Populismus. Es sind die eigenen Fehler, die eigene Intransparenz, die eigene undemokratische Legitimierung, die das Volk in allen Ländern auf die Straße treibt.

Wer Glyphosat vehement verteidigt, damit einige Wenige Profit mit der Gesundheit/Krankheit ihrer Bürger erzielen, wer Geheimverhandlungen bei TTIP, CETA, TISA betreibt und den Versuch unternimmt, Gesetze so hinzubiegen, dass die Großfinanz und die Großerben mit Mindeststeuern oder überhaupt keinen Steuern belegt werden, die Bürger aber komplett überwachen möchte, der muss sich nun wirklich nicht mehr wundern.

Prime Minister David William Donald Cameron tritt in drei Monaten zurück und übergibt das Zepter der Macht an einen anderen. Es ist Zeit, dass andere folgen, bevor aus der EU ein kompletter Trümmerhaufen entsteht. Und wenn, dann gibt es die Chance für eine Neuanfang. Einen Anfang, der das Volk einbezieht und es frei macht von der Gängelung und  Bevormundung einiger Weniger.

  • VG-Wort: 9;
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Gerd Bruckner

Chefredakteur

 

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