John de Mol Fernsehserie UTOPIA-TV in USA gescheitert - German News Deutschland Nachrichten abseits des mainstream German News Magazin

John de Mol Fernsehserie UTOPIA-TV in USA gescheitert

Autor :  

Visionsloses Konzept mit trivialen Kandidaten lässt UTOPIA TV auf FOX in den USA scheitern

Ein vermeintlich geniale Idee, die weltweite Beachtung finden sollte. Baue eine neue Gesellschaft mit 15 sich fremden Spielteilnehmern auf und sorge dafür, dass es allen gut geht. So war es wohl gedacht. Zum Start zwei Kühe und vier Hühner mit einem Handy, Stromanschluß, Internetkabel und Wasser in einem Gebäude, das man als Hütte bezeichnen kann und sonst nichts. Aufbauzeit für diese neue Gesellschaft ein Jahr. Ein Anspruch, der aufhören lies. Doch manchmal kommt es anders als man denkt. Kein Wunder, war die Vorgabe der geplanten Sendung, wie in Holland, eine neue Gesellschaft von Grund auf aufzubauen, ohne substanziellen Inhalt und entsprechender Vorgabe.
Die aus einem großangelegten Casting herausgefilterten Kandidaten konnten dem Anspruch nicht gerecht werden und die Erwartung der Zuschauer nicht erfüllen. Es waren Menschen, wie sie in den heutigen westlichen Kulturen eben vorkommen. Meistens einfach gestrickt, Affinität für Parties, etwas kaufmännisches Geschick und dem Motto "mehr ist gut, Geld regiert die Welt" zugetan. Also genau so, was die derzeitigen Gesellschaftssystem an den Rand bringt und zu Dauerdemonstrationen und Streiks führt. Das ganze in den Nachrichten und Newssendungen jeden Tag kostenfrei anzusehen.

Geplant war ein Jahr des Aufbaus und doch war schon nach wenigen Monaten das vermeintliche Experiment auch schon wieder vorüber. Was die Produktionsfirma daraus machte, spottete wohl jeder Beschreibung. Von Visionen und neuen Versuchen eine Gesellschaft aufzubauen, Lösungen im Kleinen zu finden, Theorien in der Praxis auszuprobieren oder gar ein neues Gesellschaftssystem zu finden blieben nicht nur, wie in den Niederlanden, im Versuch stecken, das Experiment fand niemals statt.

Stattdessen wurde alles versucht, Nichtigkeiten des alltäglichen Lebens in ein Fernsehformat zu pressen, das noch langweiliger war, als es die Sendung BIG BROTHER jemals sein konnte. Reine Selbstdarstellungen der Kandidaten und scheinbar auch noch ein großen Lügengebäude (Kleinkunstdarsteller und Schauspieler als Mitwirkende) brachten das Faß zum überlaufen und so musste der Fernsehsender FOX die John de Mol Show aus dem Programm nehmen. Die Zuschauerzahlen waren ernüchternd niedrig.

Bei so wenig Substanz kann scheinbar der letzte Dummie nicht einsehen, für Live streams auch noch jeden Monat bezahlen zu müssen. Für 4,50 $ gibt es bereits Movieportale für den halben Monat und deren Programmangebot ist wohl doch spannender, als sich irgendwelche Leute 24 Std. anzusehen, wie sie aufstehen, sich kämmen, die Notdurft verrichten, Essen und ein paar läppische Spielchen sich selber organisieren, mit dem Zweck, ein kleines Startup Unternehmen hochzuziehen, um das Geld den vermeintlichen Fans aus der Tasche zu ziehen.

Bei Utopia-TV war angeblich alles geheim und doch nie geheim. Warum geheim, wenn es Schlupflöcher gibt, die nach aussen anders dargestellt werden, als sie in Wahrheit sind. Naiv zu glauben, dass die NSA und das US Militär oder das Land Luxemburg whistleblower hat, Utopia-TV aber nicht. Wenn gelogen wird, Tatsachen verdreht werden und Zuschauer sich abwenden, da der Anspruch nicht erfüllt wird, dann geht eine Sendung eben ganz einfach den Bach hinunter.

Im Gegensatz zur realen Gesellschaft, trifft es ja nicht die Bevölkerung, sondern den Fernsehsender (50 Millionen für Fox), das Produktionsteam und die Kandidaten/Teilnehmer. Der Erfinder und Ideengeber ist auf der sicheren Seite. So ähnlich, wie in der Finanzkrise. Die Banken bleiben auf der sicheren Seite, sie haben ihr Geld schon gemacht, bevor alle anderen überhaupt anfingen mitzuspielen.

Kurzum: Die Kandidaten hatten keinerlei Visionen für den Aufbau einer alternativen Gesellschaft, sie zeigten nur eines: sich selbst, um später an Jobs in der Medienlandschaft zu gelangen und das eigenen Ego zu streicheln. Motto: "ich war im Fernsehen".

Übrigens: In Holland soll die Serie fortgesetzt, in Deutschland soll das Konzept im Frühjahr 2015 in Brandenburg frisch gestartet werden. Die Kosten für die Zuschauer um an einen live stream zu kommen stehen noch nicht fest. Nach den schlechten Erfahrungen in den USA wird der Preis aber wohl unter 3 € liegen.

 

3462 Aufrufe
Gerd Bruckner

Chefredakteur

 

Top
Wir verwenden cookies auf unserer Webseite um Ihren Besuch effizienter zu gestalten und mehr Benutzerfreundlichkeit bieten zu können. Klicken Sie deshalb auf cookies akzeptieren. Damit helfen Sie uns, die Seite und Inhalte zu verbessern. Mit anklicken akzeptieren Sie unseren cookie und der Hinweis verschwindet. More details…